Holo Box: der Nebeleffekt

Installationen

Mitten im Raum des Kunstmuseum Basels steht ein vorder- und rückseitig verglaster Würfel auf einem grauen Sockel. Darin liegt ein Buch. Die aufgeschlagene Doppelseite enthält keinen Text. Doch plötzlich beginnen sich die Seiten langsam zu ändern: Das Weiß weicht einem leichten Blaugrau, die Seite blättert sich um und darunter kommt eine leicht rosafarbene zum Vorschein. So blättert sich das Buch, mit steigerndem Tempo, Seite für Seite durch das Farbspektrum von Claude Monets Waterloo Bridge (Effet de Brume), und wird dann durch dicke Nebelschwaden verdichtet. Wie auch die Impressionisten die Bedingungen menschlicher Wahrnehmung zu analysieren suchten und entsprechende Effekte produzierten, sucht auch die Holografie nach neuen Möglichkeiten, Dinge und Menschen im Raum sichtbar zu machen. In der Holo Box: der Nebeleffekt treffen nicht nur impressionistische Farbspektren auf dreidimensionale Darstellungstechniken, sondern es kollidieren auch Medien künstlerischen Schaffens. Denn die Holo Box reagiert sowohl auf Manets Bild als auch auf den Text Der Nebeleffekt von Sarine Waltenspül.

 

Die visuelle Intervention von Piet Esch entstand im Rahmen des Projekt Interventionen von Patricia Jäggi und Sarine Waltenspül und wurde unter anderem an der Museumsnacht 2013 im Kunstmuseum Basel gezeigt.

Film: Piet Esch
Sound: Daniel Teige
Animation: Piet Esch, Daniel Schot

Installation: Einkanal-Farbvideo, Zweikanal-Audio, Loop, MDF Korpus mit schwarzer Farbe (62 x 50 x 182 cm), Glas, Papier, Karton, Monitor, Medienabspielgerät, zwei Kopfhörer

Holobox: Der Nebeleffekt 2013