ICH AG

Installationen

Sind Künstler_innen Produkte? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Kunstwerk und dem Image der Künstlerin oder des Künstlers? Und wo existieren keine solchen Grenzen mehr? Im Sog des allgegenwärtigen Druckes machten sich Lea Hofer und Piet Esch zu merchandise Produkte ihrer selbst. Nackt, farblos und im Maßstab 1:12 fließen sie durch das Video in slicker Werbeästhetik, die an den white cube denken lässt, baumeln an Verkaufsständern oder können im Internet ersteigert werden. Mit Ich thematisieren Hofer und Esch nicht nur ihre eigene Sorge sondern die von vielen, nicht mehr als Person sondern als Produkt wahrgenommen und gehandelt werden. Dabei beleuchten sie die Strukturen und Foren, die mit dem Prozess der Produkt-Werdung in Verbindung stehen – zu denen auch der Ausstellungskontext der Arbeit selbst gehört.

 

Die Arbeit ICH AG von Lea Hofer und Piet Esch entstand im Rahmen der Diplomausstellung 2015 an der Zürcher Hochschule der Künste.

Polyamid Figuren (15 x 3 cm), klare Vinylverpackung, MDF-Korpus mit weisser Farbe (200 x 300 x 50 cm), Sitzbank, Monitor, zwei Lautsprecher, zwei Kopfhörer, Musik: Das Lied mit den Suggestivfragen (M/T: Saalschutz, 2006)

Unterstüzt von Digitalwerkstatt

Installation: digitales Einkanal-Farbvideo, Zweikanal-Audio, Loop

Ich-AG, 2015