THE ART OF LISTENING

Performances

Die Musiker_innen sind auf der Bühne versammelt, die Kamera steht zwischen ihnen und dem Publikum. Mit der Musik beginnt die Kamera in einer Drehbewegung ihre Umgebung zu filmen. Auf der Leinwand projiziert erscheint jedoch der menschenleere Saal, und schließlich in fließendem Übergang die Musiker_innen erst ohne, dann mit Publikum. Die Videoperformance thematisiert das Hören als interaktiven Prozess zwischen Musik und Zuhörer_innen und reflektiert in dem Zerstückeln dieser Verbindung die Formate des Musikspielens und -hörens: Verliert Musik ohne Musiker_innen ihren live-Charakter? Ist ein Orchester ohne Publikum automatisch am proben? Wie schärft die Leere eines Raumes die auditiven Sinne? Im Auftauchen und Verschwinden der visuellen Eindrücke zeigt sich deren untrennbare Verbindung mit der akustischen Wahrnehmung.

 

Die live-Videoperformance fand im Rahmen von The Art of Listening – Ein Festival des Musikhörens am 14.07.2012 im Radialsystem V in Berlin statt. Festivalkonzeption und -organisation: Julian Klein, Christian Thorau, Folkert Uhde und Hansjakob Ziemer

The Art of Listening, 2012